1. Editorial
2. Termine
3. Neues aus unserer Arbeit
4. Neues aus Bündnissen & Initiativen und Projekten
5. Schwerpunktthema
6. Lichtenberger Register
7. Wettbewerbe & Förderungen
8. Materialien
9. Impressum
1. Editorial
Liebe Leser_innen,
die erste Auflage unseres Plakats 'Orte der Demokratie' ist erschienen und kann bei uns bestellt werden. Das Plakat im Format A1 zeigt auf einer Seite ein Wimmelbild mit 41 ausgewählten 'Orten der Demokratie' in Lichtenberg. Auf der anderen Seite werden die Orte im Einzelnen kurz beschrieben. 'Orte der Demokratie' sind diskriminierungsfreie Räume, die Partizipation, Mitgestaltung und ein solidarisches Miteinander ermöglichen. Wenn ihr findet ihr seid ein 'Ort der Demokratie', findet euch aber noch nicht in unserem Wimmelbild wieder, könnt ihr uns eine Postkarte zusenden, auf der ihr eueren 'Ort der Demokratie' kurz beschreibt - ihr könnt natürlich auch direkt bei uns anrufen.

Sprache ist Ausdruck dessen, was ich wahrnehme, wen ich sehe und wen ich ansprechen will. Sprache ist immer politisch. Das konnten wir auch in den letzten Monaten hier in der Lichtenberger BVV verfolgen. Hier ging es vor allem um „gendergerechte Sprache“. Deswegen haben wir das zum Schwerpunktthema im März gemacht. Wenn wir wollen, dass sich alle hier lebenden Menschen beteiligen können, müssen wir auch eine Sprache finden, die möglichst alle einbezieht.

Viel Spaß beim Lesen,
Euer LICHT-BLICKE Team
2. Termine
AUSSTELLUNG
22. Februar bis 2. April 2017
"Nachbarn"
[...] Auf der Suche in Archiven, privaten Nachlässen oder in persönlichen Gesprächen versucht auch die Initiative Stolpersteine Karlshorst seit vielen Jahren, das Leben der ehemaligen Mitbürger_innen zu erforschen. Von den bisher oft nur namentlich bekannten Menschen mit jüdischer Herkunft stellt die Ausstellung Mitglieder von fünf jüdischen Familien vor. Auf diese Weise werden hinter den Namen Funk, Heyn, Mode, Salzmann und Strauß jene Menschen sichtbar, die einmal Nachbarn der Karlshorster waren. Kuratorin der Ausstellung ist Barbara Timm von der Initiative Stolpersteine Karlshorst.
Zeit: Mo-Sa 11.00 bis 19.00 Uhr; So 14.00 bis 18.00 Uhr
Ort: Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112, 10318 Berlin

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VERANSTALTUNG
3. März 2017
"Nacht der Politik" im Rathaus Lichtenberg
Die Eröffnung erfolgt durch den Bezirksbürgermeister Michael Grunst. Im gesamten Rathaus stehen Informations-,  und Beratungsstände zu unterschiedlichen Themen bereit: Stadtteilkoordinationen, Museum Lichtenberg, Förderverein Tierpark, Ordnungsamt, Klimaschutz, Jobcenter, Gleichstellung, U18-Wahlen, Kinderrechte, Inklusion, Projekt Stadtmarketing und vieles mehr.
Zeit: 18.00 Uhr
Ort:
Rathaus Lichtenberg, Möllendorffstraße 6, 10367 Berlin
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GEDENKVERANSTALTUNG
13. März 2017
„Gestorben für eine bessere Zukunft“
Der Berliner Generalstreik von 1919 fand im Bezirk Lichtenberg sein blutiges Ende fand: Vor 98 Jahren wurden an der „Lichtenberger Blutmauer“ im Stadtpark Lichtenberg elf aufständische Arbeiter_innen ermordet. Schülerinnen und Schüler der „Schule am Rathaus“ sowie die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Lichtenberg, veranstalten im Beisein des Bezirksbürgermeisters eine Gedenkfeier. Unter dem Motto „Gestorben für eine bessere Zukunft“ berichten die Schüler zu den Kämpfen im Osten Berlins.
Zeit: 15.00 Uhr
Ort: Stadtpark Lichtenberg

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DISKUSSION
15. März 2017
Diskussion mit den Berliner Abgeordneten für Hohenschönhausen
Was hat die Politik nach der Wahl 2016 in Hohenschönhausen vor? Wer vertritt die Hohenschönhausener im Abgeordnetenhaus? Wie wirkt die Politik Berlins auf den Kiez? Die Stadtteilkoordination Hohenschönhausen Nord und der Bürgerverein Hohenschönhausen laden alle Interessierten ein, mit den Abgeordneten zu diskutieren.
Zeit: 19.00 Uhr
Ort: Nachbarschaftshaus im Ostseeviertel, Ribnitzer Straße 1b, 13051 Berlin

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STOLPERSTEINE PUTZEN
25. März 2017
Stolpersteine in Lichtenberg
Am 25. März werden die Stolpersteine geputzt. Die Details zu der geplanten Aktion waren bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt, werden aber zeitnah auf unserer Internetseite veröffentlicht.
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BUCHPRÄSENTATION
7. April 2017
Meine 7000 Nachbarn - Buchpräsentation und Gespräch zum Internationalen Roma Day
Auf 7000 wird die Anzahl der vor allem aus Rumänien zugewanderten Roma in Berlin geschätzt. Seit 2011 begleitet Eva Ruth Wemme als Dolmetscherin und Beraterin Angehörige dieser gesellschaftlichen Gruppe - ihre 7000 Nachbarn. Das Buch beruht auf Interviews, die sie bei dieser Arbeit führte. Es dokumentiert schonungslos Grad und Umfang von Diskriminierungen, denen Roma in Deutschland ausgesetzt sind. […] Im Anschluss an die Lesung möchten wir mit der Autorin und Sabina Salimovska (Roma Schulmediatorin Lichtenberg, RAA Berlin) zur aktuellen Situation in Berlin ins Gespräch kommen. Moderation: Barbara Danckwortt (Historikerin). Eine gemeinsame Veranstaltung des Museums Lichtenberg mit der Fach- und Netzwerkstelle Licht-Blicke.
Zeit: 19.00 Uhr
Ort: Museum Lichtenberg im Stadthaus, Türrschmidtstraße 24, 10317 Berlin

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TERMINE BERLINWEIT

DISKUSSION
3. März 2017
Zwischen Pluralität und Solidarität: feministisch-sozialistische Perspektiven?
[...] Als Reaktion auf sexistische und rassistische Politiken und Gewissheiten fand ein breites Spektrum von Frauen und Feminist_innen bei den Women´s Marches zusammen. [...] Wie entwickeln wir Formen der Solidarität im politischen Raum - über Unterschiede und Differenzen hinweg? Worauf kommt es in Bewegungs- und Bündnisperspektiven an? Mit: Friederike Benda (DIE LINKE.Berlin/Bündnis Frauen*kampftag) und Katharina Pühl (Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin).
Zeit: 16.00 bis 18.00 Uhr
Ort: Aquarium, Skalitzer Straße 6, 10999 Berlin

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DEMONSTRATION
8. März 2017
Aufruf zur internationalistischen Frauen*kampf-demo
Wir organisieren uns gegen jegliche Unterdrückung des patriarchalen Systems, das nur Ausbeutung, Armut, Krieg, Flucht und Gewalt produziert. Wir kämpfen gemeinsam und sind miteinander solidarisch.
Zeit: 16.30 Uhr
Ort: Warschauer Str./Ecke Revaler Straße

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VERANSTALTUNGEN
8. März bis 8. April 2017
Romnja Power Month 2017
[...] Mit dieser besonderen und in Deutschland einzigartigen Veranstaltungsreihe wollen wir Romnja* und Sintezza* vom Internationalen Tag der Frauen* bis zum Internationalen Tag der Rom*nja künstlerisch, wissenschaftlich und gesellschaftskritisch handelnde Akteur*innen hervorheben und ihre Arbeiten einem breiten Publikum vorstellen.  
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AUSSTELLUNG
8./9. März bis 5. Mai 2017
"Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen"
[…] Die Ausstellung "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen" beleuchtet neben den Biografien der zehn Mordopfer, den Bombenanschlägen sowie zahlreichen Banküberfällen die Neonaziszenen, aus denen der NSU hervorging. Analysiert werden zudem Gründe, warum die Mordserie so lange unaufgeklärt blieb. Die Ausstellung wird am 8. März um 19.00 Uhr mit einem Vortrag der Ausstellungsmacherin Birgit Mair eröffnet.
Zeit: Montag und Mittwoch 9.30 bis 16.00 Uhr
Ort: DokuZ Sinti und Roma, Aufbau Haus am Moritzplatz, Prinzenstr. 84, Aufgang 2, 3.OG, 10969 Berlin

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SEMINAR
9. März 2017
Islam, Islamismus und Muslimfeindlichkeit
Das Seminar vermittelt Informationen über den Islam und führt ein in die Ideologie islamistischer Bewegungen wie dem IS. Es beschäftigt sich mit antimuslimischen Ressentiments in der Bevölkerung und wie Prävention gegen die Radikalisierung von Jugendlichen gelingen kann. Referentin: Sanem Kleff, Leiterin Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage.
Zeit: 10.00 bis 16.30 Uhr
Ort: Ahornstraße 5, 10787 Berlin-Schöneberg

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VERANSTALTUNGEN
13. bis 26. März 2017
Internationale Aktionswochen gegen Rassismus 2017
Vom 13. bis 26. März  finden deutschlandweit die Aktionswochen gegen Rassismus statt. Auf der Internetplattform findet ihr auch alle Veranstaltungen die in diesem Rahmen in Berlin angeboten werden.
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FILMVORFÜHRUNG
16. März 2017
Filmaufführung des Videoworkshops »Willkommen in Berlin« vom Medienprojekt Berlin
Kinder & Jugendliche aus den Bezirken Lichtenberg, Oberschöneweide und Charlottenburg haben unter Anleitung fünf Filme mit einer Gesamtlänge von 35 Minuten zum Thema Flucht und ihrem Leben in Berlin produziert. // 1. Das Boot - Kinder malen Flucht // 2. 7 Steine - Kurzfilm über ein Spiel aus dem Iran // 3. Unser Leben in Berlin - Kinder malen und erzählen ihr Wünsche // 4. Wir zeigen euch Berlin - geflüchtete Kinder zeigen uns die Stadt // 5. Die Erleuchtung - eine voreingenommene Bürgerin im Wartezimmer.
Zeit: 17.00 Uhr
Ort: Mieterladen, Kreutzigerstr. 23, Berlin 10247

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FACHGESPRÄCH
16. März 2017
„Sag mal, wie macht IHR das eigentlich?!“ - Methodenaustausch in der vorurteilssensiblen Bildung
Es gibt: einen Input und drei spannende Workshops, um neue Methoden kennenzulernen [...] Input: Rechtspopulismus - Akteur_innen und Erscheinungsformen von Dana Fuchs, Gesicht Zeigen! // AG 1: Strategien gegen Hass im Netz mit Alexandra Beyersdörfer, jugendschutz.net //
AG 2: Argumentationstraining gegen rechte und rassistische Parolen mit Wiebke Eltze, GEGENARGUMENT // AG 3: Was kann ich tun, um Europa zu verteidigen - Methoden aus dem Peer-Projekt Europa Verstehen mit Viviane Otto, Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa. Anmeldung bis zum 13. März 2017 unter >>> beratung@gesichtzeigen.de
Zeit: 12.00 Uhr
Ort: Gesicht-Zeigen!-Lernort 7xjung in den S-Bahn-Bögen, Flensburger Straße 3 / Bögen 416 – 422, 10557 Berlin

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RECHERCHE - WORKSSHOP
16. März 2017
Einführung in die Möglichkeiten der Online-Recherche
Helga Gläser (unsere Lektorin) eine Einführung in die Online-Recherche anbieten. Falls Sie aktuell an einer biografischen Recherche sitzen, können Sie diese Unterlagen gerne mitbringen. Hilfreich wäre zudem, wenn Sie Ihren eigenen Laptop mitbringen, dann können Sie die vorgestellten Möglichkeiten gleich am eigenen Computer nachvollziehen und sich evtl. die Links als Lesezeichen abspeichern. [...] Bitte melden Sie sich bis spätestens Freitag, den 10. März unter >>> info@stolpersteine-berlin.de an.
Zeit: 17.30 - 19.30 Uhr
Ort: Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Stauffenbergstr. 13-14, 1. Stock, Seminarraum E.

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AKTIONSTAGE
18. bis  23. März 2017
Welcome2stay - Für das Recht zu kommen, zu gehen und zu bleiben
Welcome2Stay ist ein Netzwerk aus verschiedenen Gruppen und Organisationen des Antirassismus, der migrantischen Selbstorganisation und der Willkommensinitiativen und initiiert die Aktionstage für das Recht zu kommen, zu gehen und zu bleiben.
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FACHTAGUNG  
21. März 2017

 "…das ist deren Privatsache?" - Familienberatung im Kontext von
Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus

Eltern oder Angehörige reagieren mit Sorge, wenn sich ihre Kinder in rechts­extremen Lebenswelten oder Gruppierungen orientie­ren oder sich demokratie- und menschenfeindlich positionieren. In den vergangenen Jahren haben Eltern auf ihren Bedarf an Unterstützung hingewiesen. Mit dem Fachtag sprechen wir Fachkräfte aus Jugendhilfe, Schule und anderen Kontexten an, die Eltern beraten und mit ihnen arbeiten. Sie sollen dabei unterstützt werden, Handlungssicherheit im Umgang mit Rechtsextremismus und Grup­penbezogener Menschenfeindlichkeit zu gewinnen.
Zeit: 9.30 bis 17.00 Uhr
Ort: Landeszentrale für politische Bildung, Amerika-Haus, Hardenbergstraße 22-24, 10623 Berlin

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LESUNG
21. März 2017
"Exit Racism"
Tupoka Ogette liest Passagen aus ihrem neuen Buch „Exit Racism“ und im Anschluß ist Gelegenheit für Fragen und Diskussionen, sowohl in einem moderierten Panel als auch mit dem Publikum.
Zeit: 19.00 bis 22.00 Uhr
Ort: Frauenkreise, Choriner Straße 10, 10119 Berlin

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LESUNG
23. März 2017
Lesen und lesen lassen – Couchsurfing mit Dr. Heike Radvan und Prof. Dr. Esther Lehnert
Rechtsextreme Frauen werden mit ihren Einstellungen und ihrem Handeln oft übersehen und unterschätzt - auch in der Sozialen Arbeit und Pädagogik. Dies hat Folgen für das demokratische Miteinander, insbesondere aber für Menschen, die von rechter Gewalt betroffen sind. Doch wie kommt es zu diesem Wahrnehmungs- und Interventionsdefizit? [...] Diese und weitere Fragen werden im neuen Buch von Dr. Heike Radvan und Prof. Dr. Esther Lehnert. Vorherige Anmeldung erbeten unter >>> netzwerke@amadeu-antonio-stiftung.de
Zeit: 19.00 bis 22.00 Uhr
Ort: Amadeu Antonio Stiftung, Novalisstraße 12, 10115 Berlin

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SEMINAR
23. März 2017
Umgang mit Trauma und Flucht in der ehrenamtlichen Arbeit mit Geflüchteten
[...] Wie sieht die Situation von Geflüchteten in Berlin aus und wie kann mit Menschen, die Gewalterfahrungen (wie etwa Folter oder andere Formen schwerer Gewalt) erlitten haben, unterstützend umgegangen werden? Über die Vermittlung hinaus, es in dem Seminar viel Zeit für Nachfragen und Erfahrungsaustausch geben. Referent: Dr. Boris Friele.
Zeit: 18.00 bis 21.00 Uhr
Ort: Flüchtlingskirche c/o St. Simeon, Wassertorstraße 21a, 10969 Berlin

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KONGRESS
24./25. März 2017
Bundeskongress für Zivilcourage: BÜRGERMUT statt Bürgerwut
[..] Auf dem Kongress soll u.a. der Frage nachgegangen werden, welche Kompetenzen Menschen jeden Alters im Alltag benötigen, um zivilcouragiert handeln zu können, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen und welche Bedingungen in Schulen, Behörden und Betrieben notwendig sind, um Menschen zu Zivilcourage und sicherem Handeln zu befähigen?
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SEMINAR
25. März 2017
Grundkurs „Aufenthalt aus familiären Gründen – Familiennachzug im Aufenthaltsgesetz
In diesem Seminar werden die rechtlichen Grundlagen des Ehegattennachzugs zu deutschen, Unionsbürger*innen, Drittstaatenangehörigen, (u.a. subsidiär geschützten) Flüchtlingen sowie der Nachzug vonKindern vermittelt und diskutiert. Wie hoch sind die Hürden im Familiennachzug? Wer darf kommen, wer nicht? [...] Referent: Felix Isensee.
Zeit: 9.30 bis 16.00 Uhr
Ort: Flüchtlingskirche c/o St. Simeon, Wassertorstraße 21a, 10969 Berlin

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3. Neues aus unserer Arbeit
In den letzten beiden Monaten des Jahres haben wir gemeinsam mit dem Jugendamt, der neuen Bezirksstadträtin für Jugend Katrin Framke sowie mit Gangway und dem VaV Hohenschönhausen als Träger_innen des Jugend- und Aktionsfonds das Förderjahr 2017  vorbereitet. Nun werden sich in der ersten  Märzhälfte die Begleitausschüsse in Lichtenberg und Hohenschönhausen konstituieren. Diese entscheiden über die Antragsfristen und –summen, die Leitziele und Schwerpunktthemen. Die Ergebnisse der Demokratiekonferenz im vergangenen Dezember geben einen ersten Vorgeschmack auf wichtige inhaltliche Schwerpunkte in 2017: Nachhaltige Begegnungen auf Augenhöhe schaffen, die gute Vernetzung im Bezirk stärken, politische Bildungsarbeit wieder mehr in den Fokus rücken sowie die Auseinandersetzung mit Rechtspopulismus und extremer Rechter kontinuierlich fortsetzen.  Zwischen Ende März und Mitte Oktober wird es wieder mehrere Antragsfristen für den Aktionsfonds geben, um mit Projekten den inhaltlichen Schwerpunkten Leben einzuhauchen. Alle weiteren Informationen gibt es ab Mitte März auf unserer Webseite.

Außerdem ist es uns gemeinsam mit vielen engagierten Jugendarbeiter_innen gelungen das Netzwerk „JFEs gegen Diskriminierung“ wieder zu beleben.  Neben regelmäßigen Treffen zum Fachaustausch und mit Platz für kollegiale Beratung plant das Netzwerk eine Open-Air-Veranstaltungsreihe für Kinder- und Jugendliche im Sommer. Die „JFEs gegen Diskriminierung“ treffen sich das nächste Mal am 14. März um 10.30 Uhr im Full House, Ribnitzer Str. 30, 13051 Berlin-Hohenschönhausen.


 
Partnerschaften für Demokratie in Hohenschönhausen und Lichtenberg
Telefon: 030 - 50 56 65 18
Mobil: 01522 - 714 58 16
Ansprechpartnerin Lichtenberg >>> annika_eckel@licht-blicke.org
Ansprechpartnerin Hohenschönhausen >>> claudia_pilarski@licht-blicke.org
Website: http://partnerschaft.koordinierungsstelle-lichtenberg.de/
4. Neues aus Bündnissen & Initiativen und Projekten
Das Lichtenberger Bündnis für Demokratie und Toleranz war in den letzten Monaten vor allem durch die Proteste gegen rechtspopulistische Stimmungsmache vor und während der vergangenen BVV-Sitzungen präsent. Auch auf den Treffen nahmen die Diskussionen zum Umgang mit rassistischen, antifeministischen und diskriminierenden Äußerungen und Propaganda in Lichtenberg einen großen Raum ein.  Auf der Nacht der Politik am 3. März im Rathaus wird das Bündnis auch vertreten sein und Materialien der Kampagne „Bunter Wind für Lichtenberg“ verteilen. Das Bündnis trifft sich das nächste Mal in der 11. Kalenderwoche. Bei Interesse bitte einfach eine Mail an: lichtenbergerbuendnis@web.de   

Einige Vertreter_innen der Willkommensinitiative Lichtenberg haben Ende Februar den Tag der offenen Tür in der Unterkunft für Geflüchtete in der Wollenbergerstrasse besucht. Viele Anwohner_innen nutzen die Gelegenheit sich die Unterkunft anzusehen und ihre Unterstützung für die Bewohner_innen anzubieten. Die Engagierten der Willkommensinitiative sind bereits in einigen Unterkünften aktiv mit Projekten (wie dem Café International in Falkenberg), Deutschunterricht, Hilfen bei Ämterbesuchen etc.
Das nächste Treffen ist am 22. März um 18:00 Uhr im Margaretentreff in der Margaretenstrasse 11.   
5. Schwerpunktthema

Themenschwerpunkt: Warum geschlechtergerechte Sprache?

In der deutschen Alltagssprache ist nach vor die männliche Bezeichnung vorherrschend: Wenn jemand von „den Politikern“ spricht, können damit auch Politikerinnen gemeint sein. Das heißt dann generisches Maskulinum, und beansprucht, alle anderen „mit zu meinen“. Dass Sprache aber so nicht funktioniert, wurde nicht nur von Seiten der Frauenbewegung schon in den 70er Jahren kritisiert, mittlerweile gibt es auch zahlreiche Studien, die belegen, dass unsere Sprache Menschen sichtbar oder unsichtbar machen kann.

Warum wird das Thema geschlechtergerechte Sprache so heiß diskutiert – nicht zuletzt in den BVVen in Lichtenberg und Mitte?

Neben dem Vorwurf, dass durch eine Schreibweise mit Unterstrich oder Sternchen, Texte schlechter lesbar werden, wird denjenigen, die sich für eine geschlechtergerechte Sprache einsetzen, häufig vorgeworfen, „Sprachpolizei“ zu spielen bzw. „die Gender-Ideologie“ durchsetzen zu wollen. Hieran zeigt sich sehr deutlich, dass es um mehr geht: Sprache vermittelt Normen und Werte und legt fest, wer angesprochen werden soll. Nicht selten plädieren diejenigen, die geschlechtergerechte Sprache als Bedrohung empfinden, an anderer Stelle für rückwärtsgewandte und heteronormative Gesellschafts- und Familienpolitik – die andere Formen des Zusammenlebens ausschließt und ausgrenzt.

Geschlechtergerechte Sprache hingegen will dazu anregen, mittels Sprache einen Beitrag für ein diskriminierungsfreies Miteinander zu leisten. Wir von LICHT-BLICKE verwenden beispielsweise den Unterstrich („Leser_innen“), weil damit auch Menschen angesprochen werden, die sich jenseits der Zweigeschlechtlichkeit von Mann und Frau verorten. Es gibt viele weitere Möglichkeiten, wie wir unsere Sprache geschlechtergerechter machen und Diskriminierungen vermeiden können.

Anregungen und Leitfäden finden sich hier >>>

LEITFÄDEN
Sprache und Diskriminierung
Was über wen geschrieben wird, formt und verfestigt gesellschaftliche Machtverhältnisse. Sprache formt das Denken und wie Menschen wahrgenommen werden. […] Das Gunda Werner Institut stellt im Folgenden eine Auswahl an Leitfäden zusammen, deren Schwerpunkte gendergerechter, rassismuskritischer und inklusiver Sprachgebrauch sind. […].
Weitere Informationen >>>

LEITFADEN
4 – Formen antidiskriminierender Sprachhandlungen
Es gibt viele unterschiedliche Möglichkeiten, Sprache so zu verändern, dass meine Sprachhandlungen nicht diskriminierend sind. [...] Wir geben Beispiele dazu, wie sie gebildet werden, wann sie Sinn machen und wie und wo sie angewendet werden können. […].
Weitere Informationen >>>

LEITFADEN
Sprachhandeln aber wie - W_ortungen statt Tatenlosigkeit
Dieser Leitfaden zu antidiskriminierenden Sprachhandlungen gibt einen Anstoß zum Nachdenken über die unterschiedlichen Formen von Sprachgebrauch an der Universität und im Alltag insgesamt sowie über die darin zum Ausdruck kommenden oder diesen zugrunde liegenden gesellschaftlichen Machtverhältnisse. [...]
Weitere Informationen >>>

LEITFADEN
Leitfaden für eine geschlechtersensible und inklusive Sprache
[…] Sichtbarmachen des Geschlechts bedeutet zunächst einmal, klarzustellen, ob es sich um Frauen oder Männer oder um Frauen und Männer handelt. Weiterführend fällt hierunter auch die Strategie, alle Geschlechter sichtbar zu machen, denn nicht alle Menschen passen in ein Geschlechtersystem, das nur Männer und Frauen kennt.  […]
Weitere Informationen >>>

ARBEITSHILFE
Glossar der Neuen deutschen Medienmacher. Formulierungshilfen für einen diskriminierungssensiblen Sprachgebrauch in der Bildungsarbeit in der Migrationsgesellschaft
In der aktuellen gesellschaftlichen Debatte über Flucht/Asyl und das Zusammenleben im Einwanderungsland geht auch sprachlich einiges durcheinander: beispielsweise werden Asylsuchende als Asylbewerberinnen und Asylbewerber bezeichnet, obwohl man sich um ein Grundrecht eigentlich nicht bewerben muss, oder es ist von Migrantinnen und Migranten die Rede, obwohl die meisten der Menschen hier geboren sind. […] Die Neuen deutschen Medienmacher haben vor diesem Hintergrund in den letzten Jahren ein Glossar für die Berichterstattung im Einwanderungsland entwickelt. […].
Weitere Informationen >>>
6. Lichtenberger Register
Das Lichtenberger Register dokumentiert rassistisch, antisemitisch, lbgtiq-feindlich*, antiziganistisch, rechtsextrem, rechtspopulistisch und andere diskriminierend motivierten Vorfälle, die sich im Bezirk ereignen. Register gibt es in ganz Berlin >>> Berliner Register.
Register für Februar 2017
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

14. Februar 2017   AfD-Stammtisch in Lichtenberg
 
 
7. Wettbewerbe & Förderungen
WETTBEWERB
Werkstatt der Vielfalt: Projekte für eine lebendige Nachbarschaft
[...] Haben Sie eine zündende Projektidee, wie Sie das Miteinander junger Menschen mit anderen Jugendlichen oder Menschen fördern und Brücken zwischen den unterschiedlichen Lebenswelten bauen? Dann wenden Sie sich an die Stiftung Mitarbeit. [...] Frist: 15.3.2017.
Weitere Informationen >>>

WETTBEWERB
Sticker gegen Rechts 2017 - „Gehen wir der Welt eine kleben“
Zunehmend und überall wird man mit Rassismus in jeglicher Form konfrontiert. Sei es die tägliche Berichterstattung oder auch im Alltag. Allmählich hat man das Gefühl, dass dies schon zur Normalität geworden ist und der Großteil der Gesellschaft nur noch hinnimmt, schweigt oder auch wegschaut. Vom 01.03.17 bis zum 29.03.17 können alle Wettbewerbsinteressierte 4 Wochen lang kreative sowie inhaltsreiche Entwürfe hochladen, sie kommentieren sowie bewerten. Die Top 3 Motive werden anschließend in den Druck gegeben und für die gute Sache verteilt […].
Weitere Informationen >>>
8. Materialien
BROSCHÜRE
Die antifeministische Männerrechtsbewegung – Denkweisen, Netzwerke und Onlinemobilisierung
Feministische Blogs, Blogs für Geschlechterdiskurse, Foren der emanzipatorischen Männerbewegungen und Männerpolitiken – all diese Plattformen wurden in den vergangenen Jahren wiederholt von antifeministischen Männerrechtler_innen angegriffen. [...]
Weitere Informationen >>>

BROSCHÜRE
Keimzelle der Nation?
Familien- und geschlechter-politische Positionen der AfD – eine Expertise von Andreas Kemper (März 2014)
Weitere Informationen >>>

BUCH
Die Maskulisten. Organisierter Antifeminismus im deutschsprachigen Raum
›Maskulismus‹ ist die Selbstbezeichnung des modernisierten Antifeminismus. Der vorliegende Sammelband vereint aktuelle Forschungsergebnisse mit Erfahrungsberichten zum Maskulismus im deutschsprachigen Raum. Andreas Kemper (Hg.) .
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THEMENHEFT
"Rechtspopulismus"
Im diesem, für Schüler_innen und Pädagog_innen sehr anschaulich gestaltetem Themenheft von Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage (SOR-SMC), gehen die Autor_innen der Frage nach, was die Attraktivität von politischen Strömungen ausmacht, die davon ausgehen, dass manche Menschen aufgrund von Eigenschaften wie ihrer Herkunft, Religion oder Hautfarbe oder ihres Geschlechts mehr wert seien als andere. [...]
Weitere Informationen >>>

HANDREICHUNG
Bausteine 3 - Die Rolle der Schulsozialarbeit in der Menschenrechtserziehung
[...] Dieser Baustein von Schule ohne Rassimus - Schule mit Courage (SOR-SMC) zeigt auf, warum Schulsozialarbeit für eine diskriminierungssensible Schule so wichtig ist und benennt Voraussetzungen einer erfolgreichen Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe. Mit Beiträgen von Norbert Hocke und Sanem Kleff.
Weitere Informationen >>>

RECHERCHE UND ONLINE-UMFRAGE
Recherche über die Lebenssituation geflüchteter Frauen und Mädchen, besonders zu sexualisierter Gewalt und Belästigung in Not- und Gemeinschaftsunterkünften
Neben Betroffenen sind haupt- und ehrenamtliche Unterstützer_innen, die Zeit in Not- und Gemeinschaftsunterkünften sowie mit geflüchteten Frauen und Mädchen verbringen, eine wichtige Informationsquelle, da sie möglicherweise sie Zeug_innen von sexualisierter Gewalt oder Belästigung geworden sind. [...] Die Teilnahme an der Umfrage dauert ca. 10 Minuten, alle Angaben bleiben anonym.
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RECHERCHE UND DOKUMENTATION
Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin (RIAS)
Der aktuelle Bericht antisemitischer Vorfälle in Berlin 2016 ist erschienen.
Weitere Informationen >>>
9. Impressum
Quellen: Bezirksamt Lichtenberg, Newsletter der Landeszentrale für politische Bildung, Newsletter LAG, Newsletter der Amadeu-Antonio-Stiftung, Newsletter des Anne Frank Zentrums, IDA-Newsletter, Newsletter der Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus für Demokratie und Vielfalt [moskito], Berliner Register, Mobiles Beratungsteam Berlin für Demokratieentwicklung (MBT-Berlin), Antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin (apabiz e.V.), Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus (MBR), ReachOut, Newsletter der Rosa Luxemburg Stiftung (RLS); Newsletter des Bezirksmuseums Lichtenberg, Newsletter STARK gemacht!

Impressum / V.i.S.d.P.:
Andreas Wächter, pad gGmbH, präventive, altersübergreifende Dienste im sozialen Bereich
Kastanienallee 55, 12627 Berlin
http://www.pad-berlin.de



 
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Telefon: 030 - 50 566 518
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